Nachhaltige Verpackung im E-Commerce: Wie grüne Etiketten SEO-Rankings und Kundenbindung stärken
„Der Klimawandel bereitet mir Sorgen“. Dieser Aussage stimmten laut einer 2024 veröffentlichten PwC-Umfrage 80 Prozent der Bundesbürger zu. Daher entscheiden sich viele, bewusster und nachhaltiger einzukaufen – insbesondere online.
Für den Handel bedeutet diese Entwicklung: Ein Umdenken ist gefordert. Eine nachhaltige Unternehmensstrategie ist längst kein Nice-to-have mehr. Stattdessen entwickelt sie sich mehr und mehr zu einem wesentlichen Kriterium, um Kunden anzusprechen und zu halten.
Wie sich Nachhaltigkeit vom Bonus zum Kaufkriterium wandelte
„Nachhaltigkeit liegt uns am Herzen“ oder „Unser Unternehmen achtet auf Nachhaltigkeit“. Das sind Sätze, die sich so manche Firma auf die Fahnen und auf die Website schreibt. Ob sie tatsächlich danach handelt, ist eine andere Sache.
Doch reine Lippenbekenntnisse reichen längst nicht mehr aus, um Kunden langfristig an das eigene Unternehmen oder die eigene Marke zu binden. Schließlich erkennen immer mehr Verbraucher, ob Firmen nach ihren Nachhaltigkeitsversprechen handeln oder diese nur wie ein grünes Fähnlein vor sich hertragen.
Auch Suchmaschinen wie Google bewerten die Qualität von Nachhaltigkeit-Claims auf Webseiten immer kritischer. Bevorzugt werden dabei nicht die blumigsten Versprechen. Stattdessen gehören Sachkenntnis, Erfahrung und Vertrauenswürdigkeit zu den Qualitätskriterien.
Soll die eigene Website im Google-Ranking aufsteigen und die Käuferschaft auf Dauer treu bleiben, stehen Unternehmen in der Verantwortung, tatsächlich mehr für den Umweltschutz zu tun. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer umweltfreundlichen Produktion und Verpackung.
So sind nachhaltige Produktverpackungen für immer mehr Konsumenten kaufentscheidend. Neben ressourcenschonend konzipierten Verpackungen – wiederverwendbare Pappkartons oder recyclingfähige Kunststoffversandtaschen – spielen auch grüne Etiketten eine zunehmend bedeutende Rolle: Durch Anbieter wie etiketten-drucken.de können Unternehmen nachhaltige Etiketten drucken lassen – bereits ab einem Stück. Ein ideales Angebot für Shops, die verschiedene Produkte mit individuellen Designs testen wollen, ohne große Mengen vorproduzieren zu müssen.

Foto von Being Organic in EU auf Unsplash
Die zunehmende SEO-Relevanz einer nachhaltigen Verpackungsstrategie
Nicht nur bei Produkten an sich achten Käufer zunehmend auf Nachhaltigkeit. Auch die Verpackungen rücken bei vielen in den Fokus. Laut einer 2022 veröffentlichten Studie sind nachhaltige Verpackungen für 75 Prozent der Deutschen ein wesentliches Kaufkriterium. 72 Prozent seien sogar bereit, mehr dafür zu bezahlen.
Diese Entwicklung zeigt sich ebenfalls bei der SEO-Relevanz. So kletterte in den letzten Jahren das Suchvolumen für Begriffe wie „nachhaltige Verpackung“ oder „recycelbare Etiketten“ in die Höhe.
Für Unternehmen ergibt sich daraus die Chance, mit einer optimierten Webseitengestaltung die eigene Bekanntheit zu steigern. Sinnvoll ist es dabei, die Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit direkt zu benennen. So kann auf den einzelnen Produktseiten auf die Verwendung ressourcenschonender Verpackungen und recyclingfähiger Etiketten verwiesen werden.
Auch Blogbeiträge auf der Website bieten die Möglichkeit, die Nachhaltigkeitsstrategie des eigenen Unternehmens näher zu beleuchten. So können Firmen in mehreren Beiträgen darauf aufmerksam machen, warum und wie sie ihre Verpackungen nachhaltiger gestalten. Ehrlichkeit und Transparenz sind dabei zwei der wichtigsten Faktoren.
Trust-Signale zu senden, ist für Firmen nicht schwer. Sie können offen kommunizieren, welche Materialien sie für ihre Verpackungen und Etiketten verwenden. Das geschieht direkt auf den Produktseiten oder in einem separaten FAQ-Bereich.
Wie sich mehr Nachhaltigkeit in der Logistik praktisch umsetzen lässt
Für die Mehrheit der Deutschen ist die Reduktion von Verpackungsmüll ein wichtiges Kriterium in Sachen Nachhaltigkeit. 66 Prozent der Bundesbürger halten laut einer Umfrage möglichst wenig Verpackung für eine sinnvolle Lösung. 60 Prozent befürworten recycelte, recycelbare und biologisch abbaubare Verpackungsmaterialien.
Auch leicht zu recycelnde Etiketten sind ein probates Mittel, um mehr Nachhaltigkeit in die Unternehmenslogistik zu bringen. Dabei können sich Firmen abhängig von der Produktpalette zwischen mehreren Materialien entscheiden.
- Etiketten aus Papierstrukturieren: Papieretiketten sind auf Kartons und Kunststoffverpackungen eine gute Wahl. Ebenso eignen sie sich als Flaschenetiketten, denn sie sind leicht abzuwaschen und zu entsorgen.
- Recycling-Folie: Ist mehr Festigkeit gefragt, kommt eine strapazierfähige Folie als Etikettenmaterial infrage. Sie eignet sich insbesondere für Verpackungen, die Feuchtigkeit ausgesetzt sein können, etwa für Tiefkühlprodukte. Dabei bietet die Folie festen Halt, gleichzeitig lässt sie sich nach Gebrauch leicht ablösen und recyceln.
- Vegane Etiketten: Um auch spezifische Zielgruppen wie vegan lebende Menschen anzusprechen, sind Etiketten gefragt, deren Klebstoffe frei von tierischen Inhaltsstoffen sind.
Die Etikettenmaterialien kommen ebenfalls als Verpackungsmaterialien – etwa für Standbodenbeutel – infrage.
Neben der Wahl der verwendeten Materialien sind weitere Kriterien entscheidend, um die Nachhaltigkeitsstrategie in der Logistik umzusetzen. Dazu gehört etwa der Produktionsort der Etiketten. Sind diese made in Germany, spricht das nicht nur für eine hohe Qualität, sondern ebenfalls für kurze Transportwege. Auf die Weise lassen sich sowohl Energie als auch Ressourcen sparen.
Sinnvoll ist es ebenfalls, wenn nachhaltige Etiketten bereits in Kleinauflage gedruckt werden können. Einerseits kann die Fertigung einer geringen Stückzahl eine Überproduktion und damit unnötige Lagerkosten verhindern. Andererseits bedeuten weniger Versandetiketten auch weniger Abfall, der entsorgt werden muss.
Wie können Unternehmen Nachhaltigkeit authentisch kommunizieren?
Eine solide Nachhaltigkeitsstrategie bietet Unternehmen die Chance, die eigene Zielgruppe zu erweitern. Allerdings müssen die Nachhaltigkeitsbemühungen dafür transparent und authentisch nach außen kommuniziert werden.
Vage Begrifflichkeiten und irreführende Umschreibungen sind dabei zu vermeiden. Sie können Konsumenten verunsichern und dadurch das Vertrauen in die eigene Marke schmälern. Auch der Einsatz übermäßig vieler grüner Symbole oder gar erfundener Siegel auf der Website gelten für potenzielle Kunden als Red Flag, da sie dahinter Greenwashing vermuten.
Offene und transparente Kommunikation
Wollen Firmen ihre Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit zeigen, um dadurch ihr SEO-Ranking zu verbessern und ihre Kundschaft an sich zu binden, steht zunächst eine Optimierung der Produktseiten im Fokus. Wichtig ist dabei, die Nachhaltigkeitskriterien konkret zu benennen:
- Wie laufen die Produktionsprozesse genau ab?
- Welche Materialien finden Anwendung?
- Welche Maßnahmen helfen beim Energie- und Ressourcensparen?
Um den Kunden noch mehr Einblick in die Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens zu geben, eignet sich ein eigener Blog. In diesem können verschiedene Nachhaltigkeitsthemen beleuchtet werden. Zudem bietet er die Möglichkeit, potenzielle Konsumenten hinter die Kulissen schauen zu lassen. Der Behind-the-Scenes-Content lässt sich sowohl durch Texte, Bildergalerien und kurze Videos realisieren.
Im Rahmen von Blogbeiträgen können Unternehmen zudem konkrete Nachhaltigkeitsmaßnahmen und deren Vorteile vorstellen. Etwa dann, wenn sie nachhaltige Etiketten nutzen. Deren Produktion in kleiner Stückzahl kann zur Müllvermeidung beitragen und die Express-Produktion unnötige Lagerkosten vermeiden.
Weitere Informationen auch auf Wikipedia
Verwendung von Nachhaltigkeitssiegeln
Ebenso eignen sich Nachhaltigkeitssiegel, um dezent und gleichzeitig transparent auf die Nachhaltigkeit im Unternehmen hinzuweisen. Entscheidend dabei ist, dass Zertifikate und Siegel Aussagekraft benötigen. Das schließt ausgedachte Label, hinter denen sich keine Werte verbergen, aus.
Siegel, die Unternehmen tatsächlich Nachhaltigkeitsbemühungen zertifizieren können, sind etwa:
- ISO 14001: international anerkannte Norm, die Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem festlegt
- DNK: vom Rat für Nachhaltige Entwicklung initiierter Deutscher Nachhaltigkeitskodex, der 20 Kriterien und 28 Leistungsindikatoren für Nachhaltigkeit beinhaltet; geeignet für KMUs
- GRI SRS: Sustainability Reporting Standard der Global Reporting Initiative mit 36 Modulen und 120 Nachhaltigkeitsindikatoren; umfassendster Standard für große und international agierende Unternehmen
- B Corp: Zertifizierung über Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen
Ebenso existieren Label für bestimmte Unternehmensgruppen. So hat sich in der Lebensmittelwirtschaft das „We-Care-Siegel“ etabliert, das auf ein nachhaltiges Unternehmens- und Lieferkettenmanagement hinweist.
